Trends und Herausforderungen im Friedhofswesen

Flexible Möglichkeiten für veränderte Begebenheiten

Gepostet von Doreen Quaas am 09.10.2018 13:30:00

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Die Veränderungen in der Bestattungskultur stellen die Friedhofsträger derzeit verstärkt vor die Herausforderung, ihre teilweise jahrelang bestehenden Satzungsgrundlagen zu überdenken und den aktuellen Tendenzen anzupassen. Der Trend ist dabei eindeutig: Erdbestattungen sind rückläufig, Urnenbeisetzungen nehmen zu. Wie können sich die Verwaltungen den veränderten Begebenheiten anpassen?

Veränderte Grabarten

Bestaunen wir teilweise noch die monumentalen Familiengräber früherer Zeiten, sind die Grabstellen heute sehr viel übersichtlicher geworden. Die Forderung vieler Berufstätiger und älterer Menschen, die Grabpflege weniger aufwendig zu gestalten sowie steigende Kosten bei den Gemeinden ebnen den Weg für alternative Bestattungsformen. Satzungsänderungen betreffen so vorrangig die Ausweisung geänderter oder neuer Grabarten wie Baumgräber für Urnen oder anonyme Urnengrabfelder. Oft wird auch die Urnengrabgröße sowie die Anzahl von zulässigen Urnenzubettungen in vorhandene Erdgräber erhöht. Nutzungszeiten werden dabei häufig verringert.

Bei der Bewältigung der sich stetig ändernden Anforderungen im Friedhofswesen ist es wichtig, dass die im Einsatz befindlichen Bausteine wie die Software flexibel reagieren können. So unterstützt beispielsweise die Software ARCHIKART sowohl öffentliche als auch kirchliche Friedhofsverwaltungen mit einer flexibel gestaltbaren Objektstruktur. Diese bildet den Friedhof mit seinen Grabfeldern, Grabreihen sowie Gräbern ab. Auf Basis dessen sind alle weiteren Vorgänge abwickelbar. So können sowohl kleine Friedhöfe mit minimaler Struktur als auch große und stark gegliederte Friedhöfe übersichtlich dargestellt werden. Ein Ampelsystem ermöglicht auf einen Blick die Auskunft über freie, teilweise belegte oder voll belegte Gräber.

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Dabei besteht auch die Möglichkeit, rechtssichere Satzungen aktuell als auch historisch im System zu hinterlegen. Stehen Satzungsänderungen ins Haus, um sich an die Veränderungen anzupassen, können vorhandene Satzungen kopiert und anschließend überarbeitet werden. Über Dienste kann die Anpassung bereits bestehender Grabnutzungsverträge beispielsweise im Bereich der jährlichen Bewirtschaftungskosten an die aktualisierte Satzungsgrundlage erfolgen. Da die Friedhofsgebührensatzung auch immer Bestandteil jeder Friedhofssatzung ist, bietet die Software die Möglichkeit verschiedene Kostenarten zu erfassen, aufzuschlüsseln und nachvollziehbar zur Bescheiderstellung der Bestattungsvorgänge anzuwenden.

Freistellung oder vorfristige Kündigung von Gräbern

Aber nicht immer sind es reine Satzungsänderungen, wodurch den sich zunehmend verändernden Anforderungen im Friedhofswesen Rechnung zu tragen ist. Häufiger als früher wohnen Angehörige heute weiter weg oder können sich aus Gesundheitsgründen nicht mehr um ein Erdgrab kümmern. Mitunter kommt es vor, dass es gar keine Angehörigen mehr gibt. Für diese Fälle ermöglicht die Software ARCHIKART die Freistellung von Gräbern. Auch eine vorfristige Kündigung von Verträgen, außerhalb der Ruhezeiten ist möglich.

Die eigentliche Datenerfassung wird durch eine Vielzahl von Plausibilitätskontrollen und Eingabeassistenten unterstützt. Ausgehend vom Grab und der gewählten Grabart werden die Nutzungsverträge angelegt und die Gebühren aus der Satzung zur Auswahl vorgeschlagen. Anschließend ist der Vertragspartner auszuwählen. Erst wenn es einen gültigen Vertrag in Form eines Nutzungsrechtes gibt, können Bestattungen und die weiteren Objekte wie Sarg oder Urne angelegt werden und der Verstorbene sowie weitere Informationen ausgewählt werden. Bewusst wird bei der Auswahl des Verstorbenen auf die zentrale Personenverwaltung in ARCHIKART zurückgegriffen. Sollte diese Personen noch in anderen Verfahren der Software beispielsweise der Bescheidempfänger sein, wird der Anwender automatisch darauf hingewiesen. So kann ämterübergreifend verhindert werden, dass es zu einem „peinlichen“ Gebührenbescheid an den Verstorbenen seitens der Verwaltung kommt. Praktisch ist es auch, dass sämtlicher Schriftverkehr wie die Erstellung von Gebührenbescheiden bis hin zur Ausgabe von Graburkunden im System erfolgt und intern oder in einem Dokumentenmanagementsystem abgelegt wird. Übergabe zur Sollstellung an das Kassensystem ist ebenfalls möglich.

Schnelle Auskunftsfähigkeit

Da die Verwaltung in vielerlei Vorgängen auch Dienstleister ist, wird der Fokus in der Verwaltung verstärkt auch auf den Bürgerservice gelegt. Im Bereich Friedhofswesen ist es daher wichtig, zu jeder Zeit auch auskunftsfähig zu sein. Hier sind umfangreiche Suchfunktionen hilfreich. So ist die Abfrage nach verschiedenen Kriterien stets zeitnah und detailliert möglich.

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Auslastung der Friedhöfe

Nicht zuletzt stellt auch die Auslastung der Friedhöfe eine zunehmende Herausforderung dar. Immer mehr Flächen bleiben ungenutzt oder ohne angemessene Pflege. In der ARCHIKART Friedhofsverwaltung wird zu jeder Struktureinheit das letztmögliche Nutzungsende angezeigt. So steht dem Sachbearbeiter eine wichtige Entscheidungshilfe zur Verfügung, welche dieser Bereiche gegebenenfalls mit einem Sperrkennzeichen versehen werden sollten. So können diese Überhangflächen ruhen und sukzessive auslaufen, um später beispielsweise mit anderen Grabarten wie Urnengrabstätten belegt zu werden.

 

Neue Trends im Friedhofswesen

Doch wie sieht es neben zahlreichen veränderten Begebenheiten mit neuen Herausforderungen im Friedhofswesen aus? Hier gibt es ebenfalls einige Entwicklungen, mit denen es sich auseinanderzusetzen gilt. Dazu zählen die Anbindung von mobilen Datenerfassungsgeräten, von geografischen Informationssystemen oder auch die Auskunftsfähigkeit über Internet.

Digitale Pläne, Karten und Auswertungen

Wurden die grundlegenden Daten effizient und strukturiert erfasst, gilt es diese Daten zu visualisieren. Dabei setzen sich digitale Friedhofspläne immer mehr durch. Die Übertragung von Papierplänen in digitale Versionen war bisher eine enorme Herausforderung. Aber mit einer Software wie der ARCHIKART Friedhofsverwaltung ist dies kein Problem mehr. In der Praxis bieten digitale Pläne den Vorteil, dass Daten rasch geändert werden können und der Plan somit stets aktuell und beliebig oft zum Ausdruck zur Verfügung steht. Thematische Auswertungen tragen zur Veranschaulichung von einfachen Sachdaten bei. Eine typische Auswertung ist hier beispielweise die Darstellung der Gräber entsprechend der Belegung frei oder belegt. Natürlich ist es auch möglich, den Plan per Tablet vor Ort „mitzunehmen“. Da alle Friedhofsobjekte wie Friedhof, Bereich, Grab, Grabmal in ARCHIKART GPS-fähig sind, ist es möglich sie per Koordinate zu verorten und so als Geo-Objekte zu erfassen. Denkbar ist es auch, dass Verwaltungen digitale Pläne im Internet öffentlich machen. Von diesem Angebot profitiert nicht nur der Bürger. Auch die Zusammenarbeit mit den Bestattern und Friedhofsgärtnern kann sich digital lohnen, zumal Pflegearbeiten oft an Unternehmen ausgelagert werden.

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Mobile Grabkontrollen

Auch die regelmäßige Überprüfung der Standsicherheit von Grabmalen und Grabanlagen wird mobil! Ist man vor einigen Jahren noch mit Papierlisten über den Friedhof gelaufen, gehören heute mobile Softwarelösungen in Verbindung mit Tablet, Toughbook oder Smartphone zum Standard. Auch ARCHIKART ermöglicht diese Form der flexiblen Grabkontrolle. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Regel aus versicherungsrechtlichen Gründen auf der Standfestigkeitsprüfung der Grabmale. Aber auch der Pflegezustand der Grabstätten wird begutachtet, schließlich sollen sie ein gepflegtes und würdiges Gesamtbild ergeben. Hier stehen dem Anwender selbstdefinierte Auswahllisten für Kontrolltypen und Merkmalskataloge zur Verfügung. Damit ist beispielsweise eine Unterscheidung der Merkmale für eine Jahres- oder Nachkontrolle möglich. Um die Kontrolle direkt vor Ort durchzuführen, muss der Anwender lediglich die Daten des Friedhofes für die Kontrolle ausgeben und auf das Mobilgerät übertragen.

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Da inzwischen auch immer mehr Grünflächen entstehen und Friedhöfe oft einen parkähnlichen Charakter annehmen, muss auch hier weitergedacht werden. Außerdem gibt es auf Friedhöfen oftmals auch einen wertvollen alten Baumbestand, den es zu erhalten und zu pflegen gilt. Dafür bietet ARCHIKART weiterführende Anwendungen wie die Grünflächenverwaltung oder die Baumverwaltung an. Auch hier stehen mobile Sofwarelösungen für die Durchführungen von Kontrollen zur Verfügung. Dabei haben alle ARCHIKART Mobillösungen ein einheitliches und somit vertrautes Erscheinungsbild und können auf Tablet, Toughbook oder Smartphone genutzt werden.

Fazit: Ob Auslastung, Kostendeckung, Effizienz oder bürgerfreundlicher Service - Geänderten Anforderungen im Friedhofswesen können mit einer modernen Softwarelösung schnell und unkompliziert begegnet werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Whitepaper "Von Papier und Stift zur modernen Friedhofsverwaltung":

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Kategorien: Umwelt